Welche Krebsarten gibt es?
Beim Begriff des Krebses handelt es sich um eine Sammelbezeichnung für eine große Zahl bösartiger Erkrankungen, deren Gemeinsamkeit ein unkontrolliertes Zellwachstum ist. Gewöhnlicher Weise sind die Zellen des menschlichen Organismus in der Lage, ihr eigenes Wachstum über bestimmte Gene zu steuern. Fällt diese Regulationsmöglichkeit aus, versucht der Körper den Defekt zu reparieren. Scheitert auch dieser Versuch, stirbt die Zelle. Fallen nun alle drei Sicherungssysteme gleichzeitig aus, kann sich die Zelle mit den geschädigten Erbinformationen unkontrolliert vermehren. Es entsteht ein Geschwulst – ein Tumor. Im Falle des Krebses ein bösartiger. Das bedeutet, dass er über die Grenzen des Entstehungsortes hinweg in benachbarte Körperregionen hineinwachsen und diese dabei zerstören kann. Zudem ist der Tumor oft in der Lage, sich über die Blutbahn oder die Lymphgefäße auszubreiten und in anderen Körperregionen Tochtergeschwulste zu bilden – sogenannte Metastasen. Auf die Weise kann praktisch überall im Körper Krebs entstehen. Sichtbar und unsichtbar. Darüber hinaus existieren Formen des Krebses, die keine Tumoren ausbilden. Zum Beispiel Leukämien. Bei diesen kommt es zu einer unkontrollierten Vermehrung von speziellen Blutzellen.
Bösartige Tumoren werden hauptsächlich nach ihrem Ursprungsgewebe benannt. Einen großen Anteil machen dabei die sogenannten Karzinome aus, die ihren Ursprung im Epithel, einem der vier Grundgewebearten, haben. Darüber hinaus gibt es unter anderem Sarkome, die aus Bindegewebe entstehen. Brustkrebs ist in Deutschland der häufigste bösartige Tumor der Frau. Bei Männern ist es der Prostatakrebs. Am zweit- und dritthäufigsten kommt bei beiden Geschlechtern Darm- und Lungenkrebs vor. Wie Prognose und Therapie der Erkrankung aussehen und welche Beschwerden der Krebs mit sich bringt, hängt von mehreren Faktoren ab – wichtige sind die Lokalisation des Tumors, das Vorliegen von Metastasen, sowie der Gewebetyp des Tumors.
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