Diagnose Krebs – Was nun?
Die Diagnose Krebs stürzt viele aus ihrer Normalität. Plötzlich ist alles anders. “Warum gerade ich und warum jetzt?”, fragen sich Betroffene häufig. Die seelische Belastung, die in der Regel mit der Diagnosestellung einhergeht, äußert sich nicht selten im Chaos der Emotionen. Betroffene können sich schuldig oder bestraft vorkommen. Sie kann ein Gefühl der Wertlosigkeit, des Ausgeschlossen-Seins oder der Isolation von der Gesellschaft überkommen. Eine resignierte, verzweifelte und traurige Reaktion ist nicht selten. Unabhängig von der voraussichtlichen Prognose der Erkrankung wird die Erstdiagnose meist als akute Bedrohung für das eigene Leben wahrgenommen. Fragen nach dem weiteren Prozedere, dem Fortschritt der Erkrankung und den Therapiemöglichkeiten schwirren im Kopf. Nicht zuletzt belasten auch oft Gedanken, die sich mit dem Leben und dem Tod befassen.
Krebs ist dabei nicht gleich Krebs. Es gibt viele verschiedene Arten und Verlaufsformen und so auch diverse Optionen der Behandlung. Betroffene sollten sich daher die Zeit für vertrauliche Gespräche mit ihrem Arzt nehmen. Es ist wichtig, die Situation und die Erkrankung zu verstehen. Die Risiken zu kennen und die Chancen wahrzunehmen, hilft, mit der Situation ein Stück mehr zurechtzukommen, Entscheidungen bewusster zu treffen und den Genesungsprozess aktiv mitzugestalten. Viele vergessen, was am Tag der Erstdiagnose besprochen wurde. Patienten sollten daher Rückfragen formulieren und Informationslücken direkt und zeitnah mit ihrem Arzt ausgleichen.
Es gibt nicht die Strategie um erfolgreich mit Krebs umzugehen. Jeder muss dabei den für sich richtigen Weg der Krankheitsbewältigung entdecken. Dabei muss die Suche nach diesem nicht alleine gestaltet werden. Neben professionellen Angeboten wie psychoonkologischer Beratung und organisierten Selbsthilfegruppen, kann das direkte soziale Umfeld des Betroffenen eine gute Stütze sein. Krebskranke sollten sich Zeit nehmen, ihren eigenen Weg der Krankheitsbewältigung zu finden.
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